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Nematoden – Schädlingsbefall erkennen und handeln

Egal ob sauer oder basisch, heiß oder kalt, eine Nematodenart ist auf diesen speziellen Lebensraum angepasst. Erstaunlich also, dass man doch so wenig über diese kleinen Tiere weiß. Obwohl klein? Auf die im Gartenboden lebenden Arten mag dies zutreffen, denn sie sind lediglich wenige Millimeter bis maximal 2 cm groß. Doch die größte bekannte Art lebt in der Plazenta des Pottwales und kann bis zu 8m lang werden.

Nematoden – Schädlinge im Gartenboden

Für dich als Gärtner sind aber die kleinen im Boden lebenden Arten von Belang. Diese sind meist weiß oder farblos und ernähren sich von Pflanzen. Mit ihrem Mundstachel durchstoßen sie die Wurzelwände und saugen das Plasma aus. Einige Arten legen zudem ihre Larven in die Wurzeln. So oder so, der Nährstoff- und Wasserhaushalt der Pflanze wird enorm geschädigt und es kann zu erheblichen Einbußen bei der Ernte kommen. Gerade bei Kartoffeln, Möhren und Tomaten liegen diese bei bis zu 20%.

Doch nicht nur die Pflanze selber, auch die Artenvielfalt im Boden wird beeinträchtigt. Die Nematodenarten stehen in ständiger Konkurrenz zueinander. Da sich eine Art meist auf eine Pflanzensorte spezialisiert hat, kann sie sich besonders gut vermehren, wenn eben diese Pflanze angebaut wird. Sie verdrängt dann andere Fadenwurmarten, sowie im Boden lebende Bakterien, Pilze und Algen.

Was tun, wenn der Boden von Nematoden befallen ist?

Wenn die Pflanzen im Beet unregelmäßig wachsen und die Blätter sich verfärben bzw. verwelken, ist der Verdacht auf Nematoden naheliegend. Deformationen an den Wurzeln, wie zum Beispiel beiniges Wachstum dieser oder das vermehrte Auftreten von Seitenwurzeln, zeigen den Befall dann deutlich an. Die betroffene Pflanze sollte schnellstmöglich aus der Erde entfernt und im Biomüll entsorgt werden.

Vorsicht: Auf dem Kompost können die Eier der Fadenwürmer bis zu 12 Jahre überleben und werden mit dem Ausbringen des Komposts wieder ins Beet getragen.

Kann ich meinen Boden schon im Vorhinein schützen?

Da Nematoden sich erst vermehren, wenn das Nahrungsangebot dies zu lässt, gilt es erst gar kein Nahrungsangebot zu schaffen. Das bedeutet aber jetzt nicht, dass du keinerlei Pflanzen mehr in deinem Garten anbauen darfst. Im Gegenteil: Artenvielfalt ist gefragt. Durch Fruchtwechsel auf den verschiedenen Beeten oder den Anbau von Mischkulturen schaffst du schwierigere Bedingungen für die Fadenwürmer. Durch die verschiedenen Nahrungsquellen vermehren sich die Nematoden gleichmäßig und bleiben in Konkurrenz zueinander. So ist die Wahrscheinlichkeit, dass deine Pflanzen befallen werden deutlich geringer. Wir möchten dir gerne unser Sortiment an Gründünger  empfehlen, welches zur Nährstoffmobilisierung für Folgekulturen gedacht ist. Damit bekommt dein Gartenboden eine echte Erholung. Zur Nematodenbekämpfung eignen auch unsere Studentenblumen  sehr gut.

Nicht alle Arten der Nematoden sind schädlich

Dank des Artenreichtums gibt es auch einige Fadenwürmer, die du als Nützlinge im Garten nutzen kannst. Phasmarhabditis und Heterorhabditis zum Beispiel zählen zu den räuberischen Arten und helfen deine Pflanzen vor anderen Schädlingen zu bewahren. Sie machen aktiv Jagd auf kleinere Bodentiere und befallen zudem die Larven von Stechmücken, Dickrüsslern und Gartenlaubkäfern. Die biologischen Schädlingsbekämpfer können online oder im Fachhandel erworben werden. Sie kommen meist in einem Granulat, das mit Wasser vermengt auf die befallenen Beete gegossen wird. Bei starkem Befall, in erster Linie beim Gartenlaubkäfer, empfiehlt es sich die räuberischen Nematoden über zwei Jahre hinweg ausgebracht werden.

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