Filter schließen
Filtern nach:

Wer bestäubt eigentlich die Tomaten?

Von der Natur so eingerichtet sind die meisten Tomatenarten  Zwitter. Sie besitzen Pollensäcke und eine Narbe. Wenn diese befruchtungsfähig ist, werden die Pollen freigesetzt und von der Narbe aufgenommen. Die Pflanze befruchtet sich also selbst. Eine Ausnahme bilden hierbei die Wildtomaten. Erkennbar sind sie an der weit aus der Blüte herausragenden Narbe. Für ihre Befruchtung ist eine zweite Pflanze nötig.

Doch wie wird die Tomate nun bestäubt? Zur Wahl stehen, abhängig von den Bedingungen, folgende Möglichkeiten:

Wind, der die Pollen weiterträgt

Insekten, die die Pollen transportieren

- Bestäubung durch den Gärtner

Bestäubung der Tomate durch Insekten

Wenn die einzelnen Blüten der Tomatenpflanze befruchtungsfähig sind, locken sie durch Pollen und Nektar Insekten an. Da die Pollen tief in den Pollensäcken liegen ist die Hummel das wichtigste Insekt in der Tomatenanzucht. Sie setzt sich auf die Blüte und beißt sich fest. Dann bringt sie durch ihre kräftigen Flugmuskeln, die sie von anderen Insekten unterscheidet, die Blüte zum Vibrieren. Die Pollen lösen sich so und fallen auf die Narbe. Ein weiterer Vorteil der Hummel gegenüber anderen Insekten ist ihr dichter Pelz. An diesem bleiben viele Pollen kleben, die transportiert werden können. Das Ergebnis ist eine höhere Bestäubungsrate.

Um die Hummel in den heimischen Garten zu locken, bietet es sich an, für sie wertvolle Pflanzen wie Flieder, Mohn oder Klee zu säen. Du erreichst dadurch nicht nur eine größere Tomatenernte, sondern kannst dich zusätzlich an den kräftigen Farben der Pflanzen erfreuen.

Bestäubung der Tomaten durch den Gärtner

Die Kultivierung der Tomatenpflanze im Gewächshaus bietet einige Vorteile. Zum einen wird durch das Glas die Sonneneinstrahlung verstärkt. Zum anderen sind die Pflanzen vor äußeren Einflüssen wie Sturm oder starkem Regen geschützt. Leider werden durch das Gewächshaus aber auch Wind und Insekten abgehalten, die für die Bestäubung wichtig sind. Damit trotzdem ein guter Ernteertrag erzielt werden kann, kann der Gärtner mit folgenden Mitteln nachhelfen:

1. Trillern: Durch die Vibration einer elektrischen Zahnbürste an der Blüte fallen die Pollen auf die Narbe. Da die Befruchtungsfähigkeit nicht erkennbar ist, sollte der Vorgang täglich vom Aufblühen der Blüte bis zur Fruchtbildung wiederholt werden.

Tipp: Neben einer ausreichenden Wasser- und Nähstoffversorgung sollten sich auch Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus im optimalen Bereich befinden. Bei 22-25° Celsius und einer Luftfeuchte von 50-80% ist die Befruchtung der Tomate möglich.

2. weicher Pinsel: Besitzt man als Hobbygärtner nur wenige Pflanzen, kann die elektrische Zahnbürste durch einen weichen Pinsel ersetzt werden. Mit diesem streicht man erst über die Pollensäcke und anschließend über die Narbe. Auch dieser Vorgang sollte täglich wiederholt werden.

Sortenreine Vermehrung dank gezielter Bestäubung

Eine sortenreine Vermehrung ist im Gewächshaus deutlich einfacher – vor allem, wenn nur eine Sorte angebaut wird. Doch gerade im Freiland können Wind und Insekten andere Pollen herantragen. Um dies zu vermeiden können die Pflanzen locker mit Tüll oder Gaze umhüllt werden. Sie werden so insektensicher, müssen aber durch den Gärtner bestäubt werden.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Passende Artikel
Tomaten Harzfeuer, F1 Tomaten Harzfeuer, F1
Inhalt 1 Portion
2,99 € *
Tomaten Fantasio, F1 Tomaten Fantasio, F1
Inhalt 1 Portion
2,99 € *
Tomate Voyage BIO Tomate Voyage BIO
Inhalt 1 Portion
4,99 € *
Stab-Rispentomate Bocati, F1 Stab-Rispentomate Bocati, F1
Inhalt 1 Pflanze(n)
3,29 € *